Digitaldruck | Grafisch, 2D

Barbieri Electronic - wenn Farbqualität zählt

„Professioneller Digitaldruck ist ohne spektrale Farbmesstechnik nicht vorstellbar“, sagt Stefan Barbieri, Geschäftsführer von Barbieri Electronic. Das Unternehmen hat sich deshalb ganz der Messtechnik für den Digitaldruck verschrieben.

Barbieri Electronic - wenn Farbqualität zählt

Stefan Barbieri ist Geschäftsführer von Barbieri Electronic. Foto: Barbieri

Wenn der Kunde Sonderwünsche hat, dann kommt die große Stunde von Barbieri Electronic: Farbrichtig drucken auf unbehandeltem Nesselstoff? Eine Hausfarbe, die ganz exakt dargestellt, und zwar auf drei unterschiedlichen Drucksubstraten, die mit UV-härtenden wie mit wasserbasierten Tinten bedruckt werden sollen? Selbst sehr versierte Digitaldrucker sind ohne Hilfsmittel hier mit ihrem Latein endgültig am Ende. Doch es sind nicht nur die spektakulären Einsätze, die ein Spektralfotometer für professionelle Inkjet-Drucker unverzichtbar machen, sondern auch die leisen, kontinuierlichen: Wenn die ältere Maschine nach dem Kopfwechsel wieder neu profiliert werden muss, wenn regelmäßig kontrolliert wird, ob Proof und Fortdruck eigentlich noch übereinstimmen, dann schlägt die große Stunde der Barbieri-Spectro-Serien.

„Wir konzentrieren uns mit unserem Angebot ganz auf den Digitaldruck“, sagt Stefan Barbieri. Er leitet zusammen mit seinem Bruder Markus das Familienunternehmen aus Brixen. Die Aufgabenteilung ist klar: Stefan ist als CEO für Gesamtleitung und Strategie zuständig, Markus verantwortet als Chief Technology Officer (CTO) den wichtigen Bereich Forschung und Entwicklung. Rund fünfzehn Mitarbeiter arbeiten am Hauptsitz in Südtirol, seit 2014 gibt es zwei kleine Niederlassungen in den USA: Den Hauptsitz in New York sowie ein Service-Zentrum in Salt Lake City (Utah). „Der direkte Kontakt zu Firmen und Entwickler in den USA ist heute wichtiger denn je für uns“, sagt Stefan Barbieri. „Beispielsweise kommen alle Ideen und Technologien für cloud-basierte Anwendungen derzeit von dort.“ Das Service-Zentrum in Shanghai ist für China zuständig und Taiwan für den restlichen asiatischen Markt. „Vor allem große chinesische Digitaldruckereien erreichen heute in puncto Qualität westliches Niveau. Hier sehen wir einen wichtigen Markt, auf dem wir als Marke präsent sein wollen“, erklärt Barbieri.  

Drei Produktlinien für alle Digitaldruck-Bedürfnisse

Die aktuelle Barbieri-Palette umfasst drei Produktlinien: Spectro Pad, ein mobiles, kabelloses Messgerät zur Prozesskontrolle, das ab ca. 2.000 Euro zu haben ist. Hier erfolgt die Messung der Referenzfelder zeilenweise und manuell. Mit Spectro Swing lassen sich Substrate bis zu einer Stärke von einem Millimeter vermessen. Das Gerät ist speziell für den Rollendruck konzipiert und für opake und transparente Medien verfügbar. Targets mit bis zu 3.000 Farbfeldern werden automatisch eingemessen. Das Spitzenprodukt Spectro LFP qb wurde auf der Fespa Berlin im Mai 2018 vorgestellt. Anlässlich der im Oktober stattfindenden SGIA Expo 2018 Las Vegas wird Barbieri Electronic für Spectro LFP qb den prestigeträchtigen „Product Of The Year“ Award erhalten: angesichts von Innovationen wie einem abnehmbare Messkopf für die manuelle Spot-Messung, umschaltbarer Messöffnung und einer Materialstärke von bis zu 20 mm eine sehr verdiente Anerkennung. Inklusive der Barbieri-Gateway-Software für PC und Mac ist Spectro LFP qb ab 8.600 Euro zu haben.

 

„Mit Spectro LFP qb decken wir praktisch alle Digitaldruck-Anwendungen ab“, erklärt Stefan Barbieri. „Das reicht vom werbetechnischen Digitaldruck auf Folien, Bannern und Mesh über Soft-Signage-Anwendungen bis hin zum ‚echten‘ Textildruck für Heimtextil und Mode. Sogar Drucke auf rauen Oberflächen Keramik, Holz oder Stein können zuverlässig vermessen werden. Unsere umschaltbare Messöffnung mit 2, 6 und 8 mm sind entsprechend vergütet, so dass sie dadurch nicht beschädigt werden.“ Wie alle Barbieri-Messgeräte ist Spectro LFP qb mit allen marktgängigen Rips bzw. ihren Modulen zur Profil-Erstellung kompatibel. Das Gerät beherrscht die neue Messbedingung M1 Part 1 / Methode A in Auf- und Durchlicht gemäß ISO 13655-2017, eine ausgeklügelte LED Beleuchtung bestehend aus vielen LEDs garantieren konforme D50-Ausleuchtung.

Innovativ aus Tradition

„Die Entwicklung von Spectro LFP qb hat sehr lange gedauert“, bekennt Barbieri. Das Unternehmen strebt danach, auch für aktuellste Digitaldruck-Applikationen Lösungen professionellen Farbmessung zur Verfügung zu stellen und daher in verschiedenen Fogra-Arbeitsgruppen, dem italienischen Normungsverband UNI sowie dem ICC Steering Committee aktiv. „Mit diesem Produkt kaufen unsere Kunden nun eine zukunftsfähige Lösung für alle Messbedürfnisse im Digitaldruck.“ Weit vorne mit dabei ist man bei Barbieri sozusagen aus Tradition: Als das Unternehmen 1983 von Stefan Barbieris Vater Siegfried gegründet wurde, waren PCs in Europa noch fast exotisch. Barbieri Electronic konzentrierte sich auf die Herstellung von Densitometern, die für die Überwachung von Maschinen für die Fotoentwicklung eingesetzt wurden. In der Entwicklungsabteilung von Durst Phototechnik hatte Siegfried Barbieri da bereits umfassend Erfahrung zum Thema Farbmessung gesammelt.

Das erste Messgerät, das seine Daten zur Auswertung an einen Computer übertrug, kam dennoch erst 1988. Da waren seine Söhne bereits seit zwei Jahren ebenfalls in der Firma tätig, und sie brachten ihre Kenntnisse aus den Studiengängen Elektrotechnik und Informatik mit. Bis mit Spectro 100xy das erste Messgerät für das damals brandneue Thema Farbmanagement auf den Markt kam, dauerte es dann noch einmal mehr als zehn Jahre. Längst hatten die Söhne da das Unternehmen gemeinsam übernommen. Mit Spectro LFP kann dann 2004 das erste speziell für den Digitaldruck konzipierte Produkt auf den Markt. Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. Doch eines hat sich nicht geändert „When Color Quality Counts – Wenn Farbqualität zählt“ geht an Barbieri kein Weg vorbei.

Distribution für Deutschland:

Inimap

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