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Close Brothers (CBAF Germany): Hand in Hand für den Mittelstand

Seit Juli 2017 bietet die CBAF Germany GmbH Asset Finance-Produkte speziell für mittelständische Druckunternehmen an.

David Bunker von der Close Brothers Group

David Bunker kann auf 24 Jahre in der Close Brothers Group zurückblicken. Foto: Close Brothers

„Mittlere und kleine Druckereien sowie Neugründungen in der grafischen Industrie haben oft Schwierigkeiten, sich notwendige Finanzierungsquellen zu erschließen“, sagt David Bunker. Er kann auf 24 Jahre in der Close Brothers Group zurückblicken, und gilt als einer der Gründer der BAFIN-lizensierten Close Brothers Asset Finance GmbH in Frankfurt/Main. Seit Juli 2017 bauen dort die Geschäftsführer Michael Vander und Bruno Oestreicher das neue Unternehmen, nachdem man, so versichert Bunker, „mehr als drei Jahre den deutschen Markt untersucht hat.“

Kleinunternehmen in der Kreditklemme

Dabei habe sich herausgestellt, dass die wirtschaftliche Struktur den Heimatmärkten Großbritannien und Irland ähnlich sei – und auch die Probleme sich gleichen. Seit mehr als 30 Jahren ist Close Brothers Asset Finance dort tätig.

Zwar stellt der Branchenverband bvdm vor kurzem ein positives Finanzierungsklima in der Druckindustrie fest, dies gelte allerdings vor allem für Großunternehmen. Speziell junge, innovative oder sehr kleine Firmen haben es, so Bunker, auch in Deutschland zunehmend schwer, bei ihren Hausbanken Gehör zu finden. So müssten notwenige Investitionen nicht selten unterbleiben, Wachstumschancen blieben ungenutzt. „Wir verstehen den Markt“, so Bunker, denn das Unternehmen bildet für einzelne Branchen wie etwa die grafische Industrie Kompetenzgruppen. Anders als bei den klassischen Geschäftsbanken sind diese auch die einzelnen Branchen fokussiert und können beispielsweise auch – wenn gewünscht - eine Zweitmeinung zu Abläufen, Unternehmensstrukturen oder Maschinen beisteuern. „Anders als Leasing-Unternehmen sind wir nicht mit einem speziellen Händler oder Hersteller verbunden“, erläutert Bunker. „Unsere Berater bringen echte Leidenschaft für das Druckgewerbe, und besonders den Digitaldruck mit. Ziel muss sein, unseren Partnern zu nachhaltigem, gesundem Wachstum zu verhelfen.“

Finanzprodukte für den Mittelstand

Typische Projekte der CBAF umfassen liegen zwischen 20.000 Euro und 1,5 Millionen. Die beliebteste Finanzierungsform ist dabei „Verkauf und Mietrückkauf“: Ein Unternehmen verkauft Anlagevermögen wie Maschinen („Assets“) zum definierten Zeitwert und mietete diese postwendend für eine festgelegte Summe. Vorteil: Stille Reserven können so gehoben werden und verschaffen dem Unternehmen finanziellen Spielraum, etwa bei saisonalen Umsatzschwankungen, oder auch für die Anzahlung einer neuen Maschine. Das funktioniert sogar dann, wenn die eingesetzten Sachwerte noch teilweise anderweitig finanziert sind. CBAF löst ggf. entsprechende Verträge ab, oder erwirkt eine Verlängerung der Laufzeit. Unternehmen, die sich so refinanzieren, können also wie bisher weiterproduzieren, erhalten aber liquide Mittel.

CBAF bietet außerdem Mietkauf an, eine Finanzierungsform, die sich beispielsweise für Unternehmensneugründungen eignet – die Anlagen könne über einen längeren Zeitraum abbezahlt werden und gehen dann in den Besitz des Gründers über. „Bei der Vergabe stellen wir andere Sicherheiten in den Vordergrund als traditionelle Banken“, betont Bunker. „Für uns steht die Idee, die vorhandenen Assets und ein enthusiastisches Team im Vordergrund. Wir streben eine langfristige Beziehung an, die für beide Seiten gewinnbringend ist.“

Chancen und Risiken

Wie alle Finanzierungswerkzeuge birgt auch Asset Financing Risiken, beispielsweise bei dramatischen Umbrüchen im Markt, fehlschlagenden oder nicht erfolgten Nachfolgeregelungen. Chancen sind vor allem für diejenigen Digitaldrucker zu erkennen, die für innovative Konzepte rasch und ohne großen Aufwand neue Finanzmittel benötigen. „Notfalls können unsere Berater auch binnen weniger Tage entscheiden“, verspricht Bunker.

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