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Apenberg & Partner Ergebnisse der Print Business Herbstprognose 2018

Bereits zum 15. Mal veröffentlicht Apenberg & Partner seine Print Business Herbstprognose. Druckindustrie und Verpackungsdruck blicken  optimistisch auf 2018, Zulieferer gehen von steigenden Investitionen und wachsenden Wertschöpfungsketten aus. Verlage erwarten allerdings eine rückläufige Marktentwicklung.

Apenberg & Partner  Ergebnisse der Print Business Herbstprognose 2018

Foto: S. Angerer

Im Jahr des 30. Bestehens von Apenberg & Partner folgten 292 Unternehmen dem Aufruf der Print Business Consultants, an der Befragung teilzunehmen – ein Zuwachs von knapp einem Viertel im Vergleich zu 2016. Dabei wurden 94 Prozent aller Fragebögen von Vorständen und Geschäftsführern ausgefüllt. Traditionell bildet die klassische Druckindustrie die größte Teilnehmergruppe, gefolgt von  Verlagen, Unternehmen der Zulieferindustrie und Verpackungsdruckern. Druckindustrie Die Druckindustrie blickt insgesamt optimistisch auf 2018, befürchtet aber mehrheitlich steigende Lieferantenpreise.

Bogendrucker reflektieren die Einschätzung der Druckindustrie, insbesondere hinsichtlich der Lieferantenpreise. Rollenoffsetdrucker sehen Lieferantenpreise weniger kritisch. Sie befürchten stattdessen einen deutlichen Rückgang der Abnehmerpreise (67 Prozent). Von allen Druckunternehmen sehen Zeitungsdrucker ihre Zukunft in 2018 am wenigsten positiv: bei unveränderter Wertschöpfungskette, erwarten sie im Bestfall eine Stagnation bei Markt- und Ergebnisentwicklung, sowie bei Abnehmerpreisen, Investitionen und Personalbedarf.

Digitaldrucker erwarten steigende Lieferantenpreise (78 Prozent) und gehen von einer Erweiterung der Wertschöpfungskette aus. Im Vergleich erwarten Formulardrucker geringere Investitionen und eine insgesamt schlechtere Marktentwicklung. Verlage erwarten eine leicht rückläufige Marktentwicklung bei höheren Lieferantenpreisen und einer Stagnation der Abnehmerpreise. Die Hälfte aller befragten Zeitungsverlage gehen hingegen in 2018 deutlich von einem Rückgang des Personalbedarfs aus. Lediglich 20 Prozent rechnen mit zunehmendem Personal im kommenden Jahr.

Publikums- und Fachzeitschriftenverlage erwarten eine stabile Entwicklung im kommenden Jahr. Auf fast alle Fragen antworteten zwischen 53 und 75 Prozent dieser Teilnehmer mit „Gleichbleibend“. Bei den sonstigen Verlagen überwiegt die Sorge hinsichtlich steigender Lieferantenpreise.

Zulieferindustrie erwartet Investitionen in der Druckbranche 

Die Zulieferindustrie geht insgesamt von steigenden Investitionen und moderat wachsenden Wert    schöpfungsketten aus. Außerdem wird auch in diesem Segment kein Rückgang der Lieferantenpreise erwartet. Das Teilsegment der Hersteller von Prepress, Press und Postpress Equipment blickt sehr optimistisch auf 2018. Sie erwarten zum Beispiel Wachstum bei Investitionen und Personalbedarf (jeweils 57 Prozent). Entgegen dem Gesamtsegment erwarten Hersteller von Consumables keinen deutlichen zusätzlichen Personalbedarf (lediglich 17 Prozent Anstieg, 58 Prozent gleichbleibend).

Fachhändler gehen im Bestfall von einer stagnierenden Marktentwicklung aus, erwarten aber deutlich steigende Investitionen (64 Prozent). Dabei erwartet dieses Teilsegment mindestens eine gleichbleibende bzw. eine zunehmende Tiefe der Wertschöpfungskette. Verpackungsdruck Abgesehen von steigenden Lieferantenpreisen haben Verpackungsdrucker eine ausgewogene bis moderat optimistische Erwartungshaltung gegenüber 2018. Hinsichtlich der Wertschöpfungstiefe gehen 62 Prozent von einem gleichbleibenden Angebot aus, während knapp ein Drittel mit einer Vertiefung rechnet.

Auch bei den Investitionen erwartet die Mehrheit gleichbleibende oder steigende Ausgaben (jeweils 47 Prozent). Bei den Etikettendruckern erwarten, trotz der Dominanz steigender Lieferantenpreise,  immer noch mehr als die Hälfte aller Teilnehmer aus dem Segment eine positive Markt- und Ergebnisentwicklung (jeweils 55 Prozent). Faltschachteldrucker erwarten trotz steigender Lieferanten- und sinkender Abnehmerpreise verbesserte Ergebnisse bei steigendem Personalbedarf in 2018.
 
Ein Exemplar der Studie kann man gegen eine Schutzgebühr von 50 Euro per Mail anfordern.  

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